Achtung!Zur geplanten Kirchen-Innenrenovierung werden alte Fotos der Kirche von innen und außen und Niederschriften gesucht, die zur Aufhellung der Lampferdinger Kirchengeschichte beitragen könnten. Das Material kann beim Kirchenpfleger Josef Bichler abgegeben werden. Hier wird es eingescannt oder abfotografiert und kann unversehrt wieder abgeholt werden. |
Daß eine professionelle Innenrenovierung unserer alten Kirche dringend notwendig ist, zeigt folgende kleine Auswahl der vorhandenen Schäden: ![]() ![]() ![]() 9 x © |
Wie bei den meisten Dörfern ist auch in Lampferding das Wahrzeichen des Ortes die Kirche. In unserem Dorf fällt aber auf, daß die Kirche verhältnismäßig groß erbaut wurde und prächtig ausgestattet ist. Der Grund dafür könnte sein, daß Lampferding in früheren Zeiten ein Wallfahrtsort war. Es waren nicht wenige Gläubige die zum Gnadenbild "Unserer Lieben Frau von Lampferding" gepilgert sind, denn sie haben offensichtlich viel Geld dagelassen, wie man noch heute gut sehen kann.
Aber nicht nur zur Gottesmutter wurde gewallfahrtet, sondern auch zum Hl. Leonhard. Ihm zu Ehren fanden noch vor einigen Jahrzehnten Pferdeumritte und Pferdesegnungen statt.
Die Lampferdinger Kirche leihte aber auch ihr Geld dem Bayerischen Herzog für Kriegszwecke. Am 20. April 1520 gab der Schwabener Landrichter einen Teil der Abzahlung für den Kirchenbau in Lampferding zurück.
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Titel: Sankt Maria Patrozinium: Mariä Himmelfahrt, 15. August Bistum: Erzbistum München und Freising (ext.) Dekanat: Bad Aibling Erste Erwähnung: 1315 Erbauungsjahr: heutiger Bau ca. 1520 Baustil: Spätgotik Ausrichtung: geostet Außen-Abmessungen: - Kirchenschiff: L: 27m, B: 10m, H: ca. 13m - Turm: 6m x 6m, H: ca. 30m Grundfläche: ca. 330 m² Glocken: 4 Zufahrt für Rollstuhl: möglich - aber nicht alleine, da Kiesweg vorhanden |
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Man betritt das Gotteshaus durch das Portal an der Nordseite des Langhauses. In diesem kleinen Anbau sind zu beiden Seiten zwei sogenannte "Seelennischen" angebracht. Sie enthielten früher Knochen, die im Friedhof gefunden wurden. Das Langhaus wird aus drei Joche, der etwas eingezogene Chor aus einem Joch und die Apsis aus fünf Achteckseiten gebildet. Die Wände sind durch Pfeiler und spitze Wandbögen gegliedert, wobei an der Vorderseite der Pfeiler Pilaster sitzen die das Gewölbe tragen. Dieses spitzbogige Tonnengewölbe, das früher durch Rippen gegliedert war, wird insgesamt zwölfmal von Stichkappen durchstoßen. Den westlichen Abschluß des Langhauses bilden zwei Emporen. Auf der obersten befindet sich die Orgel.
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Im Erdgeschoß des wuchtigen Sattelturmes an der Nordseite des Chores ist ein Sterngewölbe vorhanden. Der Raum wurde früher als Sakristei genutzt. Darüber befindet sich ein weiterer gewölbter Raum, ein sog. Oratorium, von dem aus man den Gottesdienst verfolgen kann. Im Glockenstuhl hängen vier Bronzeglocken und darüber ist das Uhrwerk mit seinen zwei Zifferblättern angebracht.
Die heutige Sakristei wurde 1949 gegenüber des Turmes auf der Südseite der Kirche neu angebaut.
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Hochaltar
Der Frühbarocke Hochaltar ist der Muttergottes geweiht. Über dem großen vergoldeten Drehtabernakel, zwischen zwei wuchtigen Säulenpaaren steht auf einer Mondsichel die von Engeln umgebene gekrönte Maria im Strahlenkranz. In der Rechten das Christuskind und in der Linken das Szepter. Die vermutlich gotische Holzplastik wurde im 19. Jahrhundert umgestaltet. Der Überlieferung nach soll diese Muttergottes vom selben Bildhauer stammen wie das erste alte Gnadenbild von Tuntenhausen, nämlich von Meister Kunz aus Rosenheim (1335). Darüber schwebt der Hl. Geist in Form einer silbernen bekrönten Taube. Im Auszug sitzt Gottvater mit der Weltkugel von kleinen und großen Engeln umgeben.
An den Wandpfeilern links und rechts vom Hochaltar befinden sich noch zwei große Holzfiguren aus dem Beginn des 16. Jahrhunderts. Sie sind für die Kirche von herausragender Bedeutung: An der Nordwand steht auf einem Sockel Annaselbdritt, in der Linken Maria als Kind, die ein Buch hält, in der Rechten das kleine Christuskind. Gegenüber an der Südwand steht die Hl. Katharina mit einem Schwert in der Linken und mit dem zerbrochenen Rad zu ihren Füßen.
Seitenaltäre und Kanzel
Alle Altäre in unserer Kirche stammen aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts und wurden 1803 samt der Kanzel in Weiß-Gold umgestaltet. 1938/39 wurden dann die Altäre und die Kanzel farbig gefaßt. Der linke Seitenaltar ist der Hl. Ursula geweiht. Ihr zur Seite stehen links die Hl. Barbara und rechts die Hl. Apollonia. Dem Hl. Sebastian ist der rechte Seitenaltar geweiht. Er wird links begleitet vom Hl. Leonhard und rechts vom Hl. Rochus.
Das einzige Stilelement aus der Zeit des Rokoko (18. Jahrhundert) in der Lampferdinger Kirche stellt die Kanzel dar. Sie fügt sich hervorragend in die Ausstattung ein. Gegenüber der Kanzel hängt ein großes Wandkreuz mit der schmerzhaften Muttergottes im Strahlenkranz unter dem Gekreuzigten. Ihr Herz wird von einem Schwert durchbohrt.
Rechts neben dem Kreuz steht ein Beichtstuhl, der im Stil der Altäre gehalten ist.
Taufbecken
Gegenüber dem Beichtstuhl, vor dem Kanzel-Aufgang, steht das neue Taufbecken, das von einem marmorierter Abdeckung mit einem Kreuz bekrönt wird. Ein gotischer, achtseitiger Taufstein aus Marmor bildet eine weitere Kostbarkeit in der Lampferdinger Kirche. Dieses alte Taufbecken befindet sich neben dem Portal und dient heute als Weihwasser Reservoir.
20. Jahrhundert
Die moderne Zeit brachte für unsere Kirche nicht nur den elektrischen Betrieb der Beleuchtung, der Orgel und des Läutwerkes, sondern auch mehr Komfort für den Kirchenbesucher. So wurde schon vor vielen Jahren das gesamte Gestühl gepolstert und mit einer elektrischen Heizung ausgestattet.
Entfernt wurde leider die Kommunionbank, die den Chorraum vom Langhaus trennte und auf dem oberen Foto noch zu sehen ist.
Aus Sicherheitsgründen wurde es leider auch notwendig, die gesamte Ausstattung mit einer Alarmanlage vor Diebstahl zu sichern.
Unverzichtbar ist aber auch ein Leichenhaus. Es wurde Anfang der 60er Jahre im Süd-Ost-Eck des Friedhofes errichtet.
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Gemälde
Im Jahr 1803 wurde die Lampferdinger Kirche vom Tiroler Meister Carl Selb mit großen Deckengemälden im Klassizistischen Stil ausgestattet. Carl Selb (1760-1819) war ein Schüler des bekannten Malers Franz Anton Zeiller, der u.a. 1783 die Pfarrkirche von Matrei in Osttirol freskierte.
Das Gemälde im Chor stellt die Muttergottes als Beschützerin der Bedrängten dar (siehe Bild links). Es wird von zwei sog. Zwickelbildern flankiert, die Mariä Verkündigung und Mariä Heimsuchung darstellen.
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Im Langhaus, etwa neun Meter über dem Kirchenboden, ist das größte Deckengemälde angebracht. Es zeigt in beeindruckender Weise das Kirchen-Patrozinium Mariä Himmelfahrt (siehe Bildausschnitt rechts).
Buchtipp
"Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland" - Band 12 / Teil II
von Herrmann Bauer, Frank Büttner, Bernhard Rupprecht, ISBN: 3777433551, erschienen im Hirmer Verlag, München, 198 Euro
In den Jahren 1938/39 verschwanden bei einer Renovierung leider die schönen Empiremalereien an den Wänden. Auf alten Postkarten sind sie noch zu sehen.
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Von den vielen Votivbildern die noch Mitte des 20.Jahrhunderts im hinteren Teil der Kirche gehangen haben, sind leider nur noch einige, dieser recht interessanten Zeugnisse von den Erhörungen der Gottesmutter, übrig geblieben. Eine große Votivtafel, die neben der Kanzel an der Wand hängt, zeigt die Muttergottes und die Heiligen Drei Könige mit folgendem Text:
"Gott der Heiligen Dreyfaltigkheit und Himelkönigin Maria zu sondenbarem Lob und Ehr dan seiner Seel und ganzen Freindtschafft zu Trost hat dises EPITAFIUMB alsie hergehn unser Lieben Frauen zu Lämpferting machen lassen der Ehrngeacht Kaspar Mareiß, gewestner wierth zu Halfing mit dar zue gestiften ewigen Jahrtag deme Gott gnedig sein wolle. Amen 1667"
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Ein interessantes Detail der Lampferdinger Kirche wird leider oft übergangen: die Sonnenuhr.
Sie ist auf der südlichen Außenwand aufgemalt und durch ihre etwas versteckte Lage leicht zu übersehen. Seit der letzten Außenrenovierung 2004 ist auch wieder ein Schattenstab vorhanden, so daß man die Uhrzeit, die von 6 Uhr morgens (links) bis 6 Uhr abends (rechts) angegeben ist, ablesen kann.
Wann und mit welchen Glocken die Lampferdinger Kirche das erste Mal ausgestattet worden ist, kann heute nicht mehr nachvollzogen werden. Die erste schriftliche Nachricht über Glocken in unserem Ort stammt von 1758.
1758
Pfarrer Puechner aus Emmering (1756 bis 1761) schreibt in seinem pfarramtlichen Bericht:
"... daß Lampferding schon von altersher ein Gnadenbild- und Wallfahrtsort gewesen, bezeugt nit allein die große, schöne, wohlgebaute Kirchen, sondern auch das verwunderlich schöne, große, auf dem Land in keiner Pfarrkirchen befindliche Geläut, wie auch das große Vermögen dieses Gotteshauses ... da eine Glocke schon viele Jahre unbrauchbar und der Schaden, so diese Filial voriges Jahr durch Beraubung ... groß ist."
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1911
Am 21. Oktober 1911 erhielt die Kirche in Lampferding vier neue Glocken, die von der Firma Kortler in München hergestellt wurden. Die größte Glocke wog 35 Zentner (1750 kg) und alle vier zusammen 65 Zentner (3250 kg). Sie wurden mit vier Pferden an der Frauenkirche in München, wo sie geweiht wurden, abgeholt und unter großem Jubel über Emmering zu ihren neuen Bestimmungsort Lampferding gebracht. Die große Glocke hieß Balthasarglocke und wurde gestiftet von den Erben des verstorbenen Bauern Balthasar Ametsbichler aus Lampferding. Auf ihr waren "Die Heiligen Drei Könige" abgebildet. Die Glocken kosteten insgesamt 8.500 Mark und waren auf die Töne d, g, a, h gestimmt.
Unter anderem weil er es als Pfarrherr ermöglichte und sich dafür einsetzte, daß sein Filialdorf ein neues Geläut bekommt, erhielt der Emmeringer Pfarrer Josef Krauthofer die Lampferdinger Ehrenbürgerwürde zuerkannt.
Für die neuen Glocken wurde auch ein neuer Glockenstuhl notwendig. Diesen fertigte "P. Stürzer, Hirschbichl" aus Eichenholz an. An diesem Glockenstuhl hängen auch noch die heutigen Glocken.
Lesen Sie hier die Festschrift vom feierlichen Probeläuten
(*.html-Dokument 1,7 MB) (int.):
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1917
Am 11. Juli 1917 mußten die zwei kleinsten Glocken der Lampferdinger Kirche leider auf Befehl wieder herab genommen und nach Aßling gebracht werden, wo sie dann von der Militärbehörde zum Einschmelzen für Munition übernommen wurden. Die zwei größeren Glocken wurden auf Gesuch und persönlicher Vorstellung beim königlichen Gendarmerie Konservatorium von Seiten des Kooperators Johannes Gaster hin vorläufig freigestellt.
1925
Am 10. Juni 1925, abends um 8 Uhr wurde eine dritte, von der Glockengießerei Bachmaier in Erding hergestellte neue h-Glocke in Lampferding aufgezogen. Außer dem Material, das die Kirchengemeinde Lampferding schon eineinhalb Jahre früher angekauft hatte, (der Guß der Glocke misslang nämlich zweimal nacheinander), mussten an die Firma Bachmeier 600 Mark Gusslohn bezahlt werden. Die Glocke ist als die kleinste der drei Lampferdinger Glocken als Sterbeglocke bestimmt. Für das Zustandekommen der Glocke waren besonders die Kooperatoren Altmann und Wachinger, sowie der Kirchenpfleger Peter Stelzer sehr bemüht. Die neue Glocke hatte ungefähr ein Gewicht von 6 Zentner (300 kg).
1943
Wie auch bei den meisten anderen Orten in Deutschland, mußte auch die hiesige Kirchengemeinde ihre Glocken zum größten Teil für die Rüstungsproduktion des 2. Weltkrieges abgeben. Welche Glocken die hiesige Kirchengemeinde opfern musste, konnte bis jetzt nicht festgestellt werden.
1950
In den Nachkriegsjahren wurden wieder, unter großer finanzieller Anstrengung, neue Glocken beschafft. Auch in Lampferding gab es im April 1950 eine Glockenweihe. Zwei Bronzeglocken wurden in Erding gegossen und durch Pfarrer Englbrecht der kirchlichen Weihe unterzogen (linkes Bild).
Seit dem hängen wieder vier Glocken im Turm.
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Sie haben hier die Möglichkeit, die vier heutigen Glocken der Lampferdinger Kirche zu hören
(15 Sekunden - *.wav-Audiodatei 162 kB) (int.):
Der Lampferdinger Kirchturm ist mit zwei Zifferblättern ausgestattet: das nördliche und das südliche (Foto).
Die Minutenzeiger haben eine Länge von jeweils 1,15 Metern.
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1876 |
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2011
Nach dem das Uhrwerk der Pendeluhr wochenlang wegen eines Defektes ausfiel, kaufte die Kirchenverwaltung eine neue, digitale Turmuhr-Steuerung, die in die Sakristei eingebaut wurde. Die Uhr ist funkferngesteuert und läuft deshalb sehr genau. Sie empfängt mit einer kleinen Antenne das so genannte "DCF77-Signal", das von einer hochgenauen Atomuhr erzeugt wird und die offizielle gesetzliche Zeit Deutschlands darstellt. Das neue Uhr-Modul schickt von der Sakristei aus elektrische Impulse nach oben in die Glockenstube, wo die entsprechenden Glockenschläge alle Viertelstunde ausgelöst werden. Außerdem werden so auch die Elektromotoren, die die Zeiger der beiden Zifferblätter antreiben, schrittweise jede Minute angesteuert. Die Steuerung kann obendrein auch noch das regelmäßige Läuten der Glocken zu bestimmten Zeiten übernehmen. Zu diesem Zweck kann programmiert werden, wann, wie lange und welche der vier Glocken läuten sollen.
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© ![]() Turmuhrwerk von 1873 |
©![]() Uhrwerk von 1960 |
©![]() Steuerung von 2011 |
© Bild zum Vergrößern anklicken!
Rund um die Kirche ist der Friedhof angelegt, der wiederum von einer Friedhofsmauer umgeben ist. Auf dem Bild links ist der westliche neue Teil der Umfassung zu sehen.
Der Lampferdinger Friedhof ist ein kirchlicher Friedhof und wird daher von der örtlichen Kirchenverwaltung betreut. In ihm werden die Verstorbenen der Orte Lampferding, Angelsbruck, Karlsried, Knogl, Schlafthal und Schweizerberg bestattet.
Erstmals wird der Lampferdinger Gottesacker mit der Kirche im Jahre 1315 schriftlich erwähnt.
Lesen Sie hier die Friedhofsordnung
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Das ehem. Expositurhaus und heutige Pfarrhaus von Lampferding ist rechts abgebildet. Es steht am Fuße des sog. Aschbachberges am Ortsausgang an der Straße nach Kronau.
Hier ein Bericht aus dem alten Gemeindebuch:
"Am 24. Okt. 1926 wurde feierlich der Einzug des 1. Hrn. Expositus Stefan Wachinger von Emmering ins neu erbaute Pfarrhaus in Lampferding begangen. Am Nachmittag war Kichenzug, hernach Übergabe des Hauses u. nachmittags eine schöne weltliche Feier im Huberschen Gasthause, wobei der Sängerchor Lampferding unter Leitung des Hrn. Hptl. Egenberger einige Lieder vortrug u. wobei der Letztgenannte auch nachher die Festrede hielt. Auch Hr. Pfarrer Braunmüller von Emmering war dabei anwesend. Das Haus wurde um Josefi 1926 zu bauen begonnen."
Lesen Sie hierzu auch den Bericht der Kirchenzeitung von 1927
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- Das Pfarramt
Das Pfarramt wird von Marille Huber geführt:
Ort: Lampferding 12a
Lage im Ort: Nr.12a (int.)
Telefon: 08067 / 1082
Fax: 08067 / 909 9795
Sprechzeiten: Montags 18.00 - 19.00 Uhr und Dienstags 07.00 - 07.45 Uhr.
- Kirchenverwaltung, Kirchenpfleger
Für sechs Jahre wurden die drei Kirchenverwaltungen in der Kuratie Lampferding neu bestimmt.
Sie setzen sich ab 01. Januar 2007 wie folgt zusammen:
Lampferding: Josef Bichler, Johann Prinz, Katharina Filipitsch, Simon Huber
Dettendorf: Franz Spötzl, Johann Bichler, Marianne Ettenhuber, Stefan Spiegel
Kronau: Alois Niedermaier, Johann Ametsbichler, Johannes Ametsbichler, Quirin Zehetmaier
- Pfarrgemeinderat
Die Kuratie Lampferding hat nach vier Jahren am 07. März 2010 einen neuen Pfarrgemeinderat gewählt:
Georg Gartner (Vorsitzender), Martina Englhart (Stellvertr. Vorsitzende), Sabine Ametsbichler,
Klaus Ametsbichler, Harald Filipitsch, Irmgard Spiegel, Andreas Krichbaumer, Carolina Huber,
Michael Niedermaier, Johann Prinz und Maria Spötzl.
- Mesnerdienst
Klaus und Martina Ametsbichler
- Kirchenchor
Den Kirchenchor der Kuratie Lampferding leitet seit Ostern 2009 Katharina Filipitsch.
- Wortgottesdienstleiter
- Lektorendienst
- Ministrantendienst
© by Andrea Akhigbe

1817 verkauften die Lampferdinger ihre Orgel. Sie steht seit dem im Gotteshaus von Mauerkirchen bei Bad Endorf. Sie war schon damals eine "alte Tiroler Bauernorgel".
Vor einigen Jahren wurde sie mit hohem Aufwand restauriert und ist als ein Teil der "Bad Endorfer Orgelwochen" jährlich zu höhren.
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Die jetzige Orgel kauften die Lampferdinger in den 1960er-Jahren gebraucht.
Lange Jahre war es nicht nur in Lampferding üblich, daß der hiesige Lehrer die Kirchenorgel spielt. Früher orgelte eben auch der ehemalige Lampferdinger Lehrer und spätere "Leiter der Abteilung für Schul- und Bildungswesen der Regierung von Oberbayern", Franz Josef Gaßner.
Sein Nachfolger wurde der talentierte Landwirt Andreas Krichbaumer aus Schweizerberg.
Seelsorgestelle
1315
Erstmals wird die Lampferdinger Kirche mit Friedhof in den Besitzverzeichnissen des Freisinger Bischofs Konrad (Conradinischen Matrikel) als Filiale der Pfarrei Emmering erwähnt.
1491
In diesem Jahr ist das erste Mal von der Lampferdinger Liebfrauenkirche in einer Kaufurkunde die Rede.
1694 und 1803
In diesen Jahren gibt es in Emmering laut den Visitationsberichten einen Kooperator, der bestimmte Fächer in der Emmeringer Schule unterrichtete. Diese Priester könnten ihren Sitz bei der Filiale Lampferding gehabt haben (siehe 1837).
1837
Aus einem Brief von 1837 an den damaligen Erzbischof gehen erste Bestrebungen auf eine Selbständigkeit hervor. Darin heißt es, daß in früheren Zeiten der Kooperator ohnehin seinen Sitz schon in Lampferding hatte (Kirchenpröpste). Einen weiteren Hinweis darauf gibt uns der heute noch bestehende Hofname Wimmer. Er kommt von "Widum" = Ausstattungsgut einer Kirche zur Versorgung des örtlichen Geistlichen.
Der Brief zählt alle Nachteile auf, die der Wohnsitz des Kooperators in Emmering mit sich bringt: der weite Weg, Abnutzung der Kleider, oftmaliges Ausfallen des Gottesdienstes durch Hochwasser der Attel, baufällige Wohnung im Emmeringer Pfarrhof usw. Später wurde dann Geld für ein Expositurhaus gesammelt, das aber wieder, wegen der unterbliebenen Baugenehmigung, zurückgenommen wurde.
1926
Im Jahr 1926 wurde nach langen Verhandlungen im zweiten Anlauf Lampferding mit Dettendorf von ihrer Jahrhunderte alten Mutterpfarrei Emmering abgetrennt und zur exponierten Kooperatur ernannt. Die Lampferdinger und Dettendorfer schufen, unter großen Anstrengungen und in wirtschaftlich sehr schlechten Zeiten, die Voraussetzung für ihre Eigenständigkeit: ein eigenes Haus für einen eigenen Kooperator (Hilfspriester) (s.o.).
1947
Lampferding wurde dann im Jahre 1947 zur Expositur erhoben und Kronau von Ostermünchen weg nach hierher umgepfarrt.
1956
Ab 01. Dezember 1956 gehört die Expositur Lampferding pfarrrechtlich nicht mehr nach Emmering, sondern nach Ostermünchen.
1966
In diesem Jahr wurde die bestehende Expositur in Kuratie (Info) umbenannt.
2006
Am 01. September 2006 erfolgte die Eingliederung der Kuratie Lampferding in den bestehenden Pfarrverband Tuntenhausen-Schönau.
Priester in Lampferding
1926 - 1928 Stefan Wachinger
1929 - 1931 Anton Pollwein
1931 - 1936 Franz Xaver Zehetmaier
1936 - 1938 Johann Brandmayer
1938 - 1950 Georg Englbrecht
1950 - 1958 Richard Sturm, 22. Juli 1991, bestattet in Kirchdorf bei Haag
1958 - 1972 Martin Kellerer, 06. August 1972, bestattet in Münsing am Starnberger See
1972 - 2007 Manfred Schmidt, Geistl. Rat, 04. Juli 2007, bestattet in Lampferding
Lesen Sie hier den Bericht über das Requiem und die Beerdigung von Pfarrer Schmidt
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seit 2006
Für die örtliche Seelsorge sind die eingeteilten Priester des Verbandes zuständig. Pfarrer Amit Sinha Roy ist der Leiter des Pfarrverbands der über 5400 Katholiken zählt und seinen Sitz in Tuntenhausen hat.
Priester aus Lampferding
1880
Am Sonntag, den 25. Juli 1880 feierte der Angelsbrucker Müllerssohn Pankraz Huber als neu geweihter Priester in Lampferding seine Primiz. Der hierzu schön geschmückte Altar stand auf dem Grund des Gastwirtes Huber zwischen Schulhaus und dem Schusteranwesen.
1933
Der Lampferdinger Landwirtssohn Johannes Englhauser feierte am 30. Juli 1933 seine Primiz. Anläßlich dieses großen Festes und zu Ehren des jungen Priesters aus unserem Dorf, errichtete man einen Primizstadel mit Altar und überall im Ort Primizbögen über die Straßen.
Englhauser wurde dann Pater bei den "Missionaren von der Heiligen Familie" und war jahrelang in Bremen eingesetzt.
Sehen Sie hier die Fotos zur Primizfeier von Johannes Englhauser
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- Kirche Hl. Nikolaus in Dettendorf mit Friedhof Gem. Tuntenhausen, Lkr. Rosenheim erste Erwähnung: 981-994 (mehr)... (int.) |
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- Kirche Hll. Peter und Paul in Kronau mit Friedhof Gem. Emmering, Lkr. Ebersberg erste Erwähnung: 1163 (mehr)... (int.) |
Seit der Eingliederung der Kuratie Lampferding in den Pfarrverband Tuntenhausen-Schönau, haben sich die Gottesdienstzeiten erheblich geändert. Ein fester Plan kann derzeit nicht angegeben werden.
Auf der Homepage des Erzbistums kann die aktuelle Gottesdienstordnung abgerufen werden
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Die Lampferdinger sind fleißige Kirchgänger und großzügige Spender. So zählte man z.B. im Kirchenjahr 1991/92 die meisten Kirchenbesuche der Gemeinde Tuntenhausen in Lampferding: 48,5%. Auch die Spendenfreudigkeit der Einheimischen bei den regelmäßigen Sammlungen ist bemerkenswert und wurde vom Ordinariat vor einigen Jahren durch eine schöne Prämie belohnt.
Nicht nur daß die eigene Kuratiegemeinde jedes Jahr nach Tuntenhausen wallfahrtet (früher nach Feldkirchen bei Rott a. Inn), nein auch nach Lampferding kommen immer noch regelmäßig Pilger. Auf ihrem Weg nach Tuntenhausen macht die Pfarrei Moosen an der Vils (Foto) jedes Frühjahr Station in Lampferding, um Mittagspause zu machen und "Unsere Liebe Frau" in der Kirche zu besuchen. Außerdem kommt auch noch die Nachbarpfarrei Ostermünchen jedes Jahr nach Lampferding.
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Seit 2005 führt der sog. "Südostbayerische Jakobsweg" (ext.) auch durch Lampferding. Im böhmischen Krumau beginnend zieht er sich über Passau, Altötting und Wasserburg auch in unsere Gegend. Weiter geht dieser markierte Fußwanderweg, oder auch Fernradwanderweg über Bad Aibling und Kufstein nach Breitenbach in Tirol.
Ein "Jakobsweg" ist ein Weg, auf dem anhand von Kirchen-Patrozinien, Wallfahrtskirchen und verschiedenen Aufzeichnungen, ein reger Pilgerstrom im Laufe der Jahrhunderte nachgewiesen werden kann. Die ersten deutschen Jakobspilger begannen etwa ab 1200 nach Santiago die Compostela zu ziehen.
Unter folgendem ext. Link finden Sie:
Die Heiligen für heute,
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