Geschichte

[Ortsname und Ortsgründung] [Archäologie] [Denkmalliste] [Geschichtliche Daten]
 


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Ortsname und Ortsgründung

Der Ort Lampferding hatte ursprünglich den Namen seines Oberhauptes "Lantfrid" erhalten. In den ältesten Urkunden heißt der Ort nämlich
"Lantfridingen".
Die heutige Aussprache Lampferding, mit der Betonung auf dem "m", ist eine mundartliche Abkürzung des alten Ortsnamens Lantfridingen, der sich im Laufe der Jahrhunderte wie folgt entwickelt hat:
Lantfridingen (um 1110), Lentfridingen (um 1250), Lampfreding (um 1320), Lämpferding (1416), Lompfering (1520), Lämpferting (1671).
Das Dorf zählt zu den sog. echten "-ing" - Orten. Diese Orte, deren Namen also mit -ing enden und die etwa ab 500 n.Chr. von Bajuwaren gegründet worden sind, werden allgemein als die ältesten in Bayern betrachtet. Diese Bajuwaren übernahmen oft schon vorhandene Siedlungsplätze der Römer. Typisch für einen Bauernhof aus der Römerzeit (Villa Rustica) wäre auch dessen Lage. So wurden Plätze gewählt, die:
- an oder in der Nähe einer Straße lagen,
- ein fließendes Gewässer ohne Hochwassergefahr in der Nähe hatten,
- an einem nicht zu steilem Hang, aber auch nicht ganz oben auf dem Buckel waren,
- eine gute Umhersicht boten und
- unten am Hang eine Viehweide möglich war.
Bis auf die noch nicht nachgewiesene alte Straße in oder bei Lampferding sind alle Merkmale einer sehr frühen Siedlung vorhanden. Somit ist Lampferding sehr wahrscheinlich älter als die umliegenden Orte, wie z.B. Dettendorf, Ostermünchen und Tuntenhausen.

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Archäologie

Gesicherte Archäologische Befunde in und bei Lampferding fehlen bis heute leider. Es soll aber im Wald südwestlich von Lampferding noch ein Stück einer Straße aus der Römerzeit zu sehen sein. Hierbei könnte es sich um einen Rest der vermuteten Römerstraße von Kleinhelfendorf nach Rott am Inn bzw. nach Attel handeln (s.o.).
Dank der Luftbildarchäologie entdeckte man vor Jahren ein Bauwerk, das aus der Keltenzeit stammt: eine sog. Keltenschanze oder Viereckschanze (Bild). Sie ist stark eingeebnet und liegt etwa einen Kilometer nordöstlich des benachbarten Dettendorf. Dieser Kultbau wurde vor gut 2000 Jahren (Latènezeit, ca. 500-15 v. Chr.) angelegt und hat eine Fläche von knapp 7000 qm. Es ist eine von nur zwei bekannten Keltenschanzen im ganzen Landkreis Rosenheim.

Archäologische Funde und Bauten im Umkreis von 6 km um Lampferding:

Steinzeit (ca. 10000 - ca. 2300 v. Chr.)
- 4,0 km östlich am Rabenbach: Steinaxt-Fragment
Bronzezeit (ca. 2300 - ca. 1200 v. Chr.)
- 2,7 km südwestlich bei Schweizerting: Lappenbeil-Fragment aus Bronze
- 3,3 km südlich bei Seisrain: Bronzedolch
Urnenfelderzeit (ca. 1200 - ca. 800 v. Chr.)
- 6,0 km nordöstlich in Rott am Inn: Bronzemeißel
Hallstattzeit (ca. 800 - ca. 500 v. Chr.)
- keine Funde
Latènezeit (ca. 500 - 15 v. Chr.)
- 2,2 km nordöstlich bei Dettendorf: Viereckschanze
Römerzeit (15 v. Chr. - 488 n. Chr.)
- 5,5 km östlich bei Rott am Inn und Hochstätt von Nord nach Süd:
   vermuteter Verlauf der Römerstraße von Regensburg nach Innsbruck
- 6,0 km nordöstlich in und bei Rott am Inn: Römische Münzen, Grabstein aus Kalkstein mit Inschrift
Frühes Mittelalter (488 - ca. 900)
- 2,5 km südlich bei Aubenhausen: Körpergrab mit Spatha
- 2,6 km südwestlich in Schweizerting: drei Körpergräber
- 3,1 km südwestlich bei Hörmating: Flügellanzenspitze aus Eisen
- 4,0 km nördlich bei Bruckhof: Körpergrab
- 5,3 km, nordwestlich in Aßling: Körpergräber mit Waffen
- 5,8 km, nordwestlich bei Obstädt: Körpergräber
Mittelalter (ca. 900 - ca. 1500)
- 4,2 km nordöstlich bei Schalldorf: Burgstall
- 4,4 km östlich bei Ströbersberg: Burgstall
- 4,7 km östlich bei Friesing: Burgstall

Denkmalliste

Die eingetragenen Denkmäler für den Bereich Lampferding sind:

- Kath. Kirche St. Maria: spätgotisch, im 18. Jh. barockisiert und erweitert, mit Ausstattung
- Feldkapelle: modern, von 1984, mit historischer Ausstattung vom Vorgängerbau, an der Straße nach Knogl
- Bildstock: Tuffpfeiler, um 1700, im Garten bei Liwa, an der Straße nach Dettendorf
- Haus Nr. 1: Bauernhaus, Wirtschaftsteil mit Bundwerk, Mitte 19. Jhdt.

Geschichtliche Daten

Um 773
Im Jahr 773 tradieren die Huosi-Brüder "Lantfrid" und "Cundhart" in Rott am Inn (Tr. Fr. 57b). Wegen den vielen Verbindungen der damaligen Rotter Grundherren in das Lampferdinger Gebiet (Dettendorf, Holzen, Hohenthann), kann man in diesem Lantfrid den Ortsgründer annehmen.

1104-1122
Die erste schriftliche Nachricht von Lampferding ist etwa 900 Jahre alt. Um das Jahr 1110 übergab nämlich ein Edler Rahwin von Gosseltshausen ein Gut in "Lantfridingen" an das Hochstift Freising (Tr. Fr. 1685).

1240
In Lampferding gab es um 1240 einen Hof, der ein Lehensgut eines Herrn Walter war, der früher in Schalldorf (Schalchdorf) seinen Sitz hatte.

1308
Im Jahre 1308 wird in alten Urkunden ein Ortsadel genannt, der sich nach Lampferding benennt. Es waren die Brüder Heinrich und Otto Schuehel von Lantfriding.

1315
Erstmals wird die Lampferdinger Kirche mit Friedhof (int.) in den Besitzverzeichnissen des Freisinger Bischofes Konrad (Conradinischen Matrikel) erwähnt.

1318
1318 wird ein Streit erwähnt, den die Gebrüder Heidenreich und Friedrich von Schalchdorf mit dem Freisinger Chorherren Emicho von Alzey wegen eines Gutes in Lantfriding hatten.

1431-1453
Im 15. Jahrhundert findet man den Namen Lampferding häufig in den Urkunden des Bayerischen Hauptstaatsarchives in München. Der Pfleger von Rosenheim Joerg Pueber zu Perhah, kaufte 1431 von den Gebrüdern Jörg und Hans Schuckel einen Hof zu Lampferding, den er am 26. September 1453 an Kaspar Puebinger von Dettendorf wieder veräußerte. Seit diesem Kauf ist jahrzehntelang von diesem Geschlecht der Puebinger als Hofbesitzer in Lampferding die Rede.

1491-1498
• Im Jahre 1491 werden des öfteren der selige Georg Puebinger, seine Witwe Barbara Christoph und seine unmündigen Kinder und deren Vormunde erwähnt. Das Puebinger-Gütl, das neben der Kirche von Lampferding lag, veräußerten die Vormunde am 21. August 1491 an die Liebfrauenkirche zu Lampferding.

• Der Schwiegersohn des Georg Puebinger von Dettendorf, Wolfgang Schelshorn, und seine Frau Anna, verkauften am 5. Dezember 1491 an Georg Roell aus München von ihrer Hube und ihrer Taverne zu Lampferding eine ewige Jahresgütel von 1 Rheinischen Gulden. Am 28. August 1495 gab Schelshorn diesen Zins um 20 Gulden an Konrad Seuer von Eisendorf, Pfleger von Ölkofen, weiter. Wolfgang Schelshorn heißt in den Urkunden Wirt von Lampferding. Auf der Taverne saßen früher sein Bruder und sein Vater. Taverne und Hube verkaufte er am 3. April 1498 auf Widerruf an Abt Johann III. Kapfmayr von Rott am Inn.

1509/10
Im Jahr 1509 treffen wir auf Wolfgang Truckl aus Grafing als Besitzer des Puebinger-Hofes. Er verschrieb seiner Mutter Katharina als jährliche Gült aus dem Hof 10 Schilling Pfennig, die er auch bei Naturschäden zu leisten verspricht. Der Hof war mit 25 Pfund Pfennig ablösbar. Als Zinsherr wird am gleichen Tag, am 19. August 1509, Hans Pienzenauer aus Zinneberg erwähnt, dem Wolfgang Truckl für den Puebinger-Hof jährlich 2 Rheinische Gulden Zins zu entrichten hatte. Am 28. Mai 1510 wurde durch den herzoglichen Gerichtsschreiber Sigmund Grafinger und den Landrichter Kaspar Rasp von Schwaben mit gewaltsamem Stabe auf offener Landgerichtsschranne durch des Fronboten dreimaliges Ausrufen der Kirchmayer-Hof zu Lampferding (Foto) an das Kloster von Attel feierlich verkauft.

1514
Das Kirchengütl, oder das Freysinger-Gütl, wurde am 31. Oktober 1514 in der Taverne zu Tuntenhausen an die Abtei Attel ausgetauscht. Der Pfarrer von Emmering, Johann Mainburger, und sein Pfarrverweser Georg Moesl, die Kirchenpfleger "Unserer Lieben Frau" Konrad Mayer aus Angelsbruck und Hans Wagner aus Lampferding gaben das Kirchengütl, auf dem Asmus Freysinger saß, stiftsweise mit Grund und Boden auf dem Tauschweg dem Abt Leonhard von Attel.

Um 1520
Vermutlich um die vielen Wallfahrer besser aufnehmen zu können, wurde die Lampferdinger Liebfrauenkirche neu gebaut.

1580-1584
Von Kaufgeschäften über Häuser in Lampferding berichten uns Urkunden aus dem 16. Jahrhundert ferner, daß am 20. Januar 1580 Agnes, die Witwe des Augustin Schneider aus Lampferding, ihr "Haeusel auf dem Pach" an Hans Jaeger aus Tuntenhausen verkauft hat. Dieses Haus, das auf Gemeindegrund stand, verkaufte Hans Jaeger am 4. April 1584 an das Gotteshaus zu Lampferding.

1596 und 1601
In diesen Jahren ist in Lampferding ein "Amtsknecht" bezeugt, der die polizeiliche Gewalt inne hatte. Sein Bezirk reichte bis einschl. Tuntenhausen.

1702
Unter Abt Aemilian I. Oettlinger kaufte das Kloster Rott im Jahre 1702 den "Hoferhof zu Lampferting" hinzu.

1725
Am 2. Juni 1725 übergab Matthaeus Weber das Kirchmayer-Gut zu Lampferding, das er von Kaspar Kirchmayer erkauft hatte, seinem Sohn Lorenz.

1757
Aus der Kirche wurden Kelche und sonstige Kostbarkeiten von hohem Wert gestohlen.

1808
Die Gemeinde Lampferding entstand als sog. Steuergemeinde.

1818
Diese Steuergemeinde wurde 1818 zur politischen Gemeinde und umfaßte alle Orte im Umkreis von ca. 2 km.

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1856
Diese Karten zeigen alle Lampferdinger Straßen und Gebäude. Links aus dem Jahre 1856 und rechts von 1999.


Um 1860
Um das Jahr 1860 plante man die Trasse der Bahnverbindung München-Rosenheim. Hierbei sollte auch Lampferding und die südlich gelegene Gemeinde Tattenhausen einen Bahnhof bekommen. Man verwarf diese Planungen aber dann und verlegte die Trassenführung in unserem Gebiet weiter westlich.

1877
In den Jahren 1876/77 baute die Gemeinde in Lampferding ein eigenes Schulhaus. Nach dessen Eröffnung 1877 mußten die ca. 50 Werktag-Schüler aus Lampferding, Dettendorf und Kronau nicht mehr bis nach Emmering gehen.

1880
Am 25. Juli 1880 feierte der Angelsbrucker Pankraz Huber in Lampferding seine Primiz.

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1882
Aufgrund eines Brandes in Dettendorf 1874, der auf einer Votivtafel in der Wallfahrtsbasilika Tuntenhausen dargestellt ist, wurde die Freiwillige Feuerwehr Lampferding (int.) offiziell gegründet.


1908

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Dieses Bild zeigt die Lampferdinger Ortsmitte im Jahre 1908. Auf dem unteren Rand steht: "Gast & Tafernwirtschaft von Sebastian Huber. Lampferding". Das Aquarell ist mit "L. Hullagger." (o.ä.) signiert.



1910
Die Volkszählung vom 01. Dezember 1910 ergab 425 in der Gemeinde Lampferding lebende Personen.

1914
Das erste Telefon in der Gemeinde wurde 1914 beim Wirt in Lampferding in Betrieb genommen.

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1918
Am 11. November endete endlich der Krieg, der vier Jahre vorher, am 31. Juli 1914 begonnen hatte und den man später den "1. Weltkrieg" nennen wird.
Den Gefallenen, aber auch den glücklich Heimgekehrten aus Lampferding und Umgebung, ist ein Gedenkstein im Eingangsportal zur Kirche gewidmet. Neben den Namen der Soldaten, sind auch die militärischen Einheiten, denen sie angehörten, genannt.


1919

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Am 13. April 1919 gelang es den Kommunisten, in München die Macht an sich zu reißen. Auch Rosenheim und Kolbermoor waren Zentren der "Kommunistischen Räterepublik Bayern". Gegen diese Entwicklung setzte die bayerische Regierung auch Bürgerwehren ein. Diese sog. Freikorps bildeten sich in vielen Orten aus kampfbereiten, freiwilligen Männern. Auch in Lampferding gründete sich eine Ortsgruppe.



1926
1926 erfüllte sich ein großer Wunsch der Lampferdinger und des Emmeringer Pfarrers. Ein Expositurhaus (int.) wurde gebaut und Lampferding wurde exponierte Kooperatur.

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1933
Der Lampferdinger Landwirtssohn Johann Englhauser feierte am 15. Juli 1933 seine Primiz. Anläßlich dieses großen Festes und zu Ehren des jungen Priesters aus unserem Dorf, wurde ein Primizstadel mit Altar und überall im Ort Primizbögen errichtet.


1938

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In der Gemeinde Lampferding gründete man ein Reichs-Arbeitsdienst-Lager. Es wurde östlich von Dettendorf am Waldrand gebaut und faßte ca. 200 Mann (siehe auch bei "1947").
Auch in der Nachbargemeinde Schalldorf errichtete man bei Wagenreith ein RAD-Lager.



1939

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• Laut einer Volkszählung vom 15. Mai 1939 leben in der Gemeinde Lampferding 702 Personen.

• Am 01. September brach der 2. Weltkrieg aus.

• Die Lampferdinger und Dettendorfer Buben spielten während des Krieges mit selbstgebauten "Kanonen" und Kriegsflaggen. Unter den Dörfern herrschte zeitweise große Rivalität und es gab sogar "Verwundete".



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1945/46
In diesen Jahren nahm die Gemeinde Lampferding viele Kriegsflüchtlinge und Heimatvertriebene auf. Die Einwohnerzahl stieg um über 50% an.
Der Krieg endete am 08. Mai 1945 durch eine bedingungslose Kapitulation Deutschlands. Es waren über 5 Mio. deutsche Opfer zu beklagen.
Die Namen der gefallenen und vermissten Soldaten des 2. Weltkrieges aus der Gemeinde Lampferding (außer Eisenbartling und Eggarten), kann man an den Tafeln des Kriegerdenkmales im Friedhof ablesen.


1947

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• Zur Aufheiterung aller, veranstalteten die Lampferdinger zwei Jahre nach Kriegsende eine große Faschingshochzeit. Sie fand beim Wirt statt und hatte über 500 Gäste aus nah und fern. Die Braut stellte Bartholomäus Fischer (Viecht) dar und den Bräutigam Sebastian Brummer (Karlsried).

• Lampferding wurde im Jahre 1947 zur Expositur erhoben und Kronau, mit seiner Filialkirche St. Peter und Paul, hierher umgepfarrt.

• Das RAD-Lager wurde von der einheimischen Bevölkerung über Nacht abgerissen.



 Lesen Sie hier einen Zeitungsbericht über das RAD-Lager 
(*.html-Dokument 513 kB) (int.):



1954
Im Jahr 1954 sorgte eine Gerichtsverhandlung in Wasserburg für Aufsehen. Wegen "schweren Aufruhrs" wurden einige Lampferdinger Wallfahrer angeklagt, nachdem es bei der Heimkehr von Feldkirchen im vorhergehenden Jahr zu einem Streit mit dem örtlichen Polizeichef in Rott gekommen war.


 Lesen Sie hier den Zeitungsbericht über diesen Prozess 
(*.html-Dokument 12 kB) (int.):



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1957
Während der sog. Arrondierung (Flurbereinigung), die um das Jahr 1957 durchgeführt wurde, entstanden einige Luftaufnahmen vom Lampferdinger Dorfgebiet. Auf der rechten Aufnahme sind u.a. die Kirche und das Schulhaus im Vordergrund zu sehen. Auf der Anhöhe im Hintergrund, dort wo sich jetzt die ehem. Raketenstellung befindet, stand damals ein hölzener Vermessungsturm.


1958
Am 15. Mai 1958 fand in Lampferding der Kreis-Feuerwehr-Tag des Landkreises Ebersberg statt.

1960/61
In diesen Jahren baute die Gemeinde Lampferding die Straße in Richtung Rott aus und ließ die erste Teerdecke aufbringen. Danach wurde sie zur Kreisstraße aufgestuft.

1972
Nach dem plötzlichen Tod des ersten Lampferdinger Kuraten Martin Kellerer am 06. August, kam sein Nachfolger am 01. November nach Lampferding. Es war Kurat Manfred Schmidt aus München.

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1974
Endlich erfolgte im Sommer die Außenrenovierung der Kirche. Dabei entdeckte man auf der Südseite des Langhauses eine aufgemalte Sonnenuhr aus dem 17. Jhdt.


1976/77
Die große Weltpolitik hielt Einzug in die kleine Gemeinde Lampferding. Auf dem sog. Aschbachberg, 120 Meter vom Lampferdinger Pfarrhaus entfernt, wurden gut 10 Hektar Wiesen- und Ackerflächen für eine Raketenabwehrbasis (int.) der NATO enteignet.

1978
Das Ende der selbständigen Gemeinde Lampferding brachte die Gebietsreform 1978. Die etwa 410 Einwohner zählende Gemeinde wurde aufgelöst und auseinandergeteilt: Kronau, Angelsbruck und Ried kamen nach Emmering (Lkr. Ebersberg) und das restliche Gebiet wurde Tuntenhausen (ext.) (Lkr. Rosenheim) zugesprochen. Die neue Landkreis- und Gemeindegrenze bildet in unserem Bereich die Attel.
Die Freiwillige Feuerwehr Lampferding wurde dadurch um etwa ein Drittel verkleinert und verlor somit die Männer aus Angelsbruck und Kronau, die zur Emmeringer Wehr kamen.

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1980
Die Reformen in Bayern kommen in Lampferding nocheinmal deutlich zum Ausdruck: Die Schule (Bild, rechts), eine sog. Zwergschule, wird aufgelöst und das Gebäude verkauft. Die Schüler besuchen nun die Volksschule in Ostermünchen.

1982
Als 1982 einige Rüstungsgegner glaubten, in der Lampferdinger Raketenstellung werden Langstreckenraketen stationiert, organisierten sie eine Demonstration dagegen.
(mehr...) (int.)

1983
Die FFW Lampferding feierte mit einem 5-tägigen großen Fest ihr 100. Gründungsjubiläum. Die neue Vereinsfahne und das neue Feuerwehrhaus, das mit sehr viel Eigenleistung der Vereinsmitglieder entstand, wurden eingeweiht. Ein Jahr später folgte ein neues Einsatzfahrzeug. (mehr...) (int.)

1986
Der letzte Bürgermeister der ehemaligen Gemeinde Lampferding, Quirin Zehetmaier aus Kronau, starb am 15. Juli 1986.

1987
Am Abend des 25. Juli 1987 drang der Münchner Gerhard Sperling unbemerkt in die Lampferdinger Raketenstellung ein.
Die Illustrierte QUICK machte diesen Hausfriedensbruch zu ihrem "Thema der Woche".
(mehr...) (int.)

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1990
In der Nacht des Aschermittwoch, also vom 28. Februar auf den 01. März 1990, fegte ein verherender Sturm über ganz Süddeutschland. Er richtete schwere Schäden an vielen Gebäuden und vor allem in den Wäldern an. Auch unsere Gegend wurde von "Wibke" leider nicht verschont.


1991
Am 26. Mai 1991 feierten die Gegner der geplanten Bundesstraße "B 15 neu" einen Protest-Gottesdienst gegen diese neue Straße, die mitten durch die Ortsfluren des benachbarten Dettendorf und Bichl führen soll. An der Feldmesse in Bichl nahmen ca. 400 Personen teil.

1998
• In diesem Jahr wurde das Pfarrhaus außen renoviert und das letzte Teilstück der neuen Friedhofsmauer fertiggestellt.

• Lampferding erscheint als erster Ort der Gemeinde Tuntenhausen am 02. November mit einer eigenen Homepage im Internet.


 Alle sonstigen Ereignisse des Jahres 1998 sind unter diesem Link zu finden 
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1999
Am 11. August fand in Süddeutschland eine totale Sonnenfinsternis statt. Bei diesem Jahrhundertereignis lag unsere Gegend glücklicherweise im interessantesten Bereich, im ca. 110 km breiten Streifen des Kernschattens des Mondes. Während in den umliegenden Orten zum Höhepunkt der Totalität meist dicke Wolken das seltene Himmelsschauspiel verhüllten, war in Lampferding die Wolkendecke nur dünn und die sog. Korona um 12.37 Uhr mit freiem Auge wunderbar zu beobachten.
Das rechte Foto zeigt die Sonne kurz vor der sog. Totalität. Die herannahende Dunkelheit in unserem Landstrich ist bereits zu erahnen.


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Diese Aufnahme zeigt die Sonne kurz nach der Totalität. Hier sind auch noch die Dunkelheit, die zu diesem Zeitpunkt herrschte, und die Korona noch sehr schön zu erkennen.


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2000
Eine neue Kapelle in der Kuratie Lampferding! Auf ihrem Hof in Viecht bei Dettendorf erbaute die Familie Fischer eine neue Hof-Kapelle. Das kleine Gotteshaus, das auch ein Türmchen mit Glocke trägt, wurde am 25. Juni von Pfarrer Schmidt und Pfarrer Ederer feierlich eingeweiht.




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2001
• Am 29. Januar wurde durch die Bundesregierung bekanntgegeben, daß die Bad Aiblinger Mangfall-Kaserne im Jahr 2004 geschlossen wird. (mehr...) (int.)

• Die Deutsche Telekom gab Anfang März bekannt, daß sie beabsichtigt, in Lampferding den Empfang ihrer Handyteilnehmer zu verbessern. Hierzu sollten Vorschläge aus der Bevölkerung für einen geeigneten Standort einer Antennenanlage gemacht werden. Dieses, grundsätzlich begrüßenswerte Verhalten eines Mobilfunknetzbetreibers verhindert aber nicht, daß Verunsicherung und Ärger bei den Lampferdingern aufkommt. Als ein möglicher Platz für eine Mobilfunkantenne war auch die ehem. Raketenstellung im Gespräch.


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2002
• Die Raiffeisenbank Glonn-Aßling-Steinhöring eG hat am Freitag, den 12. April 2002 ihre Lampferdinger Geschäftsstelle geschlossen.
Diese Schließung wurde auf der letzten Mitgliederversammlung in Lampferding von der Vorstandschaft bekanntgegeben. Nur ca. 4 Wochen vorher wurde diese Tatsache auch in einem Rundschreiben an die Kunden bestätigt, wobei darin nicht von einer "Schließung" oder "Auflösung" o.ä. die Rede ist, sondern die Kunden nur an die mittlerweile ausgebaute Geschäftsstelle im 5 km entfernten Emmering verwiesen werden.
Nachdem alle Vertreter der anderen Zweigstellen bei einer Abstimmung gegen den Erhalt der Lampferdinger Bank stimmten, war dieser Entschluß unausweichlich. Begründet wurde diese ersatzlose Auflösung (kein Geldautomat usw.) der eigentlich gewinnbringenden Lampferdinger Bank mit der Tatsache, daß am hisigen Standort keine kundengerechte Beratung möglich sei, da die Geschäftsstelle nur halbtags besetzt ist.

• Nachdem Anfang letzten Jahres bekannt wurde, daß die Raketenstellung und somit auch die Aiblinger Kaserne aufgegeben werden sollen, wurde bereits in diesem Jahr das HAWK-Waffensystem abgezogen.
(mehr...) (int.)

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• Bei ihren Bohrungen im Rotter Forst hat der RWE Dea-Konzern nach zweimonatigem ununterbrochenem Bohrbetrieb nicht wie erhofft Erdgas oder Erdöl gefunden, sondern "nur" Wasser. Die Bohrung ging bis zu einer Tiefe von etwa 3000 m. Das Bohrgelände soll im Frühjahr 2003 rekultiviert werden.



• Laut einer Mitteilung der Telekom ergab die Umfrage, daß die Lampferdinger Einwohner keinen Handyfunkmasten wollen. Aus diesem Grund gibt das Unternehmen seine Pläne vorerst auf, in unserem Ort einen neuen Mobilfunkmasten aufzustellen.

• Am 01. November 1972, also vor genau 30 Jahren erhielt die Kuratie Lampferding einen neuen Seelsorger. Es war Manfred Schmidt, aus München, der das Amt seines plötzlich verstorbenen Vorgängers Martin Kellerer übernahm. Dieses Jubiläum nahm die Pfarrgemeinde zum Anlaß, ihm beim Sonntagsgottesdienst am 03. November in Kronau dankende Worte auszusprechen, an seine Verdienste in Lampferding, Dettendorf und Kronau während der letzten 30 Jahre zu erinnern und ihm ein Geldgeschenk zu überreichen. Pfarrer Schmidt, der auch den Titel "Geistlicher Rat" trägt bedankte sich ebenfalls und stellte in Aussicht, solange er lebe, in Lampferding zu bleiben.


 Alle sonstigen Ereignisse des Jahres 2002 sind unter diesem Link zu finden 
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2003
• Sein 40-jähriges Priesterjubiläum feierte im Juni/Juli Geistlicher Rat, Pfarrer Manfred Schmidt, Kurat von Lampferding. Dieses runde Jubiläum wurde mit einem Festgottesdienst und mit Feiern im Feuerwehrhaus und beim Wirt begangen.

• Seit Anfang August befindet sich auf dem Dach der neuen Maschinenhalle des Schusterbauern in Lampferding eine Fotovoltaikanlage. Das "kleine Sonnenkraftwerk" speist seinen Wechselstrom über ein Erdkabel direkt in das örtliche Stromnetz ein. Mit einer Gesamtfläche von 240 qm und einer maximalen Leistung von 31,5 kW ist sie somit die zur Zeit größte Solaranlage in der Gemeinde Tuntenhausen.
Mehr Informationen finden Sie unter "www.rosolar.de/" (ext.).


 Alle sonstigen Ereignisse des Jahres 2003 sind unter diesem Link zu finden 
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2004
• Eine kleine Sensation für unseren Ort: Die Bayernrundfahrt der Radprofis ist in diesem Jahr in unserer Gegend und führt durch Lampferding. Fast 100 Radprofis starteten am Samstag, den 22. Mai um 10 Uhr 45 ihre fünfte Etappe in Bad Aibling und fuhren über Tuntenhausen, Lampferding, Rott am Inn und Wasserburg nach Pfarrkirchen. Unter den bekannten Fahrern waren auch Erik Zabel, Michael Rich und Jens Voigt.
Leider spielte das Wetter nicht so mit, wie sich das die Beteiligten gewünscht hatten, denn es regnete fast den ganzen Tag.
Mehr Informationen zur Tour finden Sie unter "www.bayernrundfahrt.de/" (ext.).
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Die fast 100 Verfolger der abgesetzten Spitzenfahrer bei der 25. Bayernrundfahrt der Radprofis


• Schneller als erwartet kam 2004 die Abwasser-Kanalisation in Lampferding. Außerdem wurden auch noch Dettendorf, Eisenbartling und Eggarten an das gemeindliche Abwassernetz angeschlossen.
Hierbei wurden die Abwässer in den einzelnen Orten im sog. Freispiegelsystem, d.h. im natürlichen Gefälle, gesammelt. Da es unsere hügelige Landschaft aber nicht erlaubt, alle Leitungen bis zum Endpunkt im Gefälle zu verlegen, sind einige Pumpstationen mit Druckleitungen notwendig.
Erst werden die Dettendorfer Abwässer nach Lampferding gepumpt, um dann mit dessen Schmutzwasser über den Aschbachberg befördert zu werden. Dort fließen dann noch die Hausabwässer von Eisenbartling und Eggarten zu. Zu guter Letzt wird das gesamte Abwasser nach Ostermünchen (Kronauer Straße) gepumpt, wo es dann der gemeindlichen Kläranlage bei Weiching zufließt. In Lampferding und in Eggarten wurde jeweils noch eine weitere Pumpstation gebaut, um gegebene Höhenunterschiede überwinden zu können und um soweit wie möglich den Kanal im öffentlichen Straßengrund verlegen zu können. Bei der gesamten aufwändigen Kanal- und Pumpenanlage der verschiedenen Ortschaften (vier gemeindliche Pumpstationen!) gibt es aber immer noch ein Haus in Lampferding, das eine private Abwasserpumpe bzw. Hebeanlage braucht.
Bei der Kostenberechnung der Kanalisation waren aber auch noch zwei Alternativvorschläge einer Interessengemeinschaft berücksichtigt worden: eigene Pflanzenkläranlagen für jeden Ort oder Kleinkläranlagen für ein oder auch mehrere Anwesen gemeinsam. Der Gemeinderat entschied sich aber, aus verschiedenen Gründen, für den eigenen Lösungsvorschlag: die herkömmliche Kanalisation mit der Ableitung nach Weiching.
Die gemeindlichen Bauarbeiten wurden Ende November abgeschlossen.

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• Das Jahr 2004 war auch für die Lampferdinger Kirche von großer Bedeutung: die Außenfassade wurde renoviert. Das war nötig geworden, da der Hagelsturm vom August 2003 auch in der Lampferdinger Gegend gewütet hat und die Kirchenmauern und –fenster beschädigt hatte.
Von einer Spezialfirma wurden die abgeplatzten Farbschichten abgebürstet, eine Grundierung aufgetragen und schließlich die Wände neu gestrichen. Die Farbgebung mußte der bisherigen entsprechen, da die Apsis aus Kostengründen nicht behandelt werden konnte. Die kirchliche Gebäudeversicherung übernahm nur die Renovierungskosten die auf der Süd- und auf der Westseite der Kirche angefallen waren, da der Sturm aus dieser Richtung gekommen ist. Die Kosten für die Nordwand des Langhauses, sowie für die Nord- und die Ostseite des Turmes trägt die Lampferdinger Kirchengemeinde selbst.
Die letzte Außenrenovierung erfolgte vor genau 30 Jahren. Damals, im Sommer 1974, waren die Wände in einem sehr schlechten Zustand. Es war kaum noch Farbe zu erkennen. Auf der Südseite aber entdeckte man damals eine aufgemalte Sonnenuhr unter den alten Schichten und legte sie frei. Im Zuge der jetzigen Renovierungsmaßnahmen wurde auch diese kleine Besonderheit aus dem 17. Jahrhundert an der Lampferdinger Kuratiekirche durch eine erfahrene Restauratorin aufgefrischt und gesichert. Außerdem erhielt sie einen Schattenstab, der bisher leider fehlte.
Auch das Turmdach ist durch die Witterungseinflüsse der letzten Jahrzehnte beschädigt worden und konnte jetzt repariert werden. Die beiden Windfähnchen mit ihren Kugeln waren zu Restaurierung abgenommen worden und erstrahlen jetzt in neuem goldenen Glanz auf den Firstenden des Sattelturmdaches. Ebenso wurden die Zeiger der beiden Zifferblätter neu vergoldet.
Die Renovierungsarbeiten konnten im Herbst 2005 abgeschlossen werden.


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2005
• Anlässlich seines 70. Geburtstages hielt der Lampferdinger Pfarrer Manfred Schmidt Anfang April einen Fest- und Dankgottesdienst ab. Zu diesem Anlass studierte der Kirchenchor die Mozartmesse "Missa brevis in G" ein und wurde dazu von der Baumgartner Geigenmusi aus Berg tatkräftig unterstützt.
Pfarrer Schmidt ist schon fast 42 Jahre im Priesteramt und über 32 Jahre in der Kuratie Lampferding tätig.
Zum Schluss des festlichen Amtes gratulierten Pfarrer Schmidt die Vertreter der Kirchenräte aus Lampferding, Dettendorf und Kronau sowie des Pfarrgemeinderates. Ebenso empfing der Geistliche Rat die Glückwünsche des dritten Bürgermeisters von Tuntenhausen, sowie des Bürgermeisters von Emmering.

• Ihr Kirchenpatrozinium und ihr elftes Pfarrfest feierte die Kuratiegemeinde Lampferding am Feiertag Maria Himmelfahrt. Gleichzeitig wurde auch der ehemalige Leiter und Dirigent des Kirchenchores, Andreas Krichbaumer sen. für sein 30-jähriges Wirken in diesen Ämtern, geehrt. Der "Still-Anderl" aus Schweizerberg gab nämlich vor einigen Wochen seinen Dirigentenstab auf eigenen Wunsch hin ab. Sein Nachfolger wurde Pankraz Moosbauer sen. aus Bichl.
Krichbaumer gehört bereits seit 1959 dem Lampferdinger Kirchenchor an und sang vorher schon 15 Jahre lang in seiner Heimatkirche in Hilperting von der Empore.


 Alle sonstigen Ereignisse des Jahres 2005 sind unter diesem Link zu finden 
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2006
• Nach den wolkenbruchartigen Regenfällen am Abend des 22. Juni 2006, waren in Lampferding und der weiteren Umgebung zahlreiche Straßen und Keller überflutet worden. Innerhalb kurzer Zeit stand das Wasser teilweise einen halben Meter hoch in den Zufahrten und in den Gärten, denn die Regenwasserleitungen und Bäche konnten die Fluten nicht ableiten. Es waren ca. 30 Feuerwehren aus den Landkreisen Rosenheim und Ebersberg im Dauereinsatz, um Straßen abzusperren und vollgelaufene Keller auszupumpen.

• Die Kuratie Lampferding wurde am 01. September 2006 an den Pfarrverband Tuntenhausen-Schönau (ext.) angeschlossen.

• Nach nur vier Monaten Bauzeit war eines der größten Baumaßnahmen der Lampferdinger Geschichte abgeschlossen: der Gehsteig- und Straßenausbau durch den ganzen Ort. Landrat Dr. Max Gimple und Bürgermeister Otto Lederer gaben die neue Straße am 04. Oktober 2006 frei.
Wegen der umfangreichen Bauarbeiten musste die Kreisstraße für den Durchgangsverkehr komplett gesperrt werden. Die "RO45" wies außer den bekannten Engstellen zwischen den Häusern auf der einen und der steil abfallenden Böschung auf der anderen Seite, auch einen schlechten Untergrund und Belag auf.
Um ausreichend Platz für die neue Straße (6 Meter Breite) und einen Gehsteig (1,5 Meter Breite) zu bekommen, wurde am 29. Mai 2006 das alte, sog. Reisererhaus, abgebrochen (Foto 1). Früher war darin die Dorfschmiede.
Drei Wochen lang bohrte sich auch eine Spezialfirma in den kiesigen und lehmigen Lampferdinger Untergrund. Sie setzten aneinandergereiht 73 Bohrungen im Abstand von etwa zwei Metern für die Pfähle, auf denen das Fundament der Stützmauer später sitzen soll. Jede einzelne Bohrung hat einen Durchmesser von 13 Zentimeter und eine Tiefe von etwa zehn bis zwölf Metern und verläuft schräg nach unten in den Moränenhügel (Foto 2). Eine armdicke Baustahlstange wurde anschließend in jede Bohrung eingeschoben und das Loch anschließend mit Spezialzement ausgegossen. Diese aufwändige Unterkonstruktion ermöglicht es, daß die 115 Meter lange Stützmauer, die den Gehsteig und die Kreisstraße fest an der steilen Böschung halten soll, nicht durch die eigene Last und die der Fahrzeuge nach außen wegkippen kann. Dieser mächtige Fundamentstreifen für die Wand, in den die oberen Enden der runden Stahlstäbe ragen, ist 1,2 Meter breit und 70 Zentimeter dick.

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Die Stahlbeton-Stützmauer hat an ihrer niedrigsten Stelle eine Gesamthöhe von 0,9 Metern und an ihrer höchsten 2,90 Meter erreicht. An der sichtbaren Seite wurde die Wand oberhalb der Anschüttung aus optischen Gründen aufgeraut (gestockt). Eine Lampferdinger Zimmerei fertigte das massive Holzgeländer an, das mit 56 Pfosten auf der 40 Zentimeter breiten Stützmauer befestigt ist (Foto 3).
Bei den Baggerarbeiten zur Entfernung des alten Straßenbelages und des mangelhaften Unterbaus, wurde das alte, Papierisolierte Telefonkabel einige Male abgerissen oder beschädigt. Dadurch vielen plötzlich die Telefonverbindungen von und nach Lampferding und Dettendorf aus. Daraufhin entschloss sich die Telekom, durch den gesamten Bauabschnitt einen neuen Kabelstrang und ein Leerrohr zu verlegen. Diese neue Leitung enthält 300 Adern und hat somit die doppelte Verbindungskapazität wie vorher. Gleichzeitig wurden auch einige neue Telefon-Hausanschlüsse verlegt.
Nicht nur das Kommunikationsnetz wurde im Zuge der Bauarbeiten modernisiert, sondern auch das Versorgungsnetz wurde ausgebaut. So erweiterte die E.ON Bayern AG ihr Stromnetz mit neuen Verteilerkästen und Leerrohren, um für die Zukunft gewappnet zu sein.
Große Sickerschächte wurden im Straßengrund eingebaut und die dazugehörigen Rohrleitungen verlegt, um eine ordnungsgemäße Straßenentwässerung herzustellen.
Auch die Straßenbeleuchtung wurde erneuert und die Zahl der Straßenlaternen aufgestockt.
Die Gemeinde nutzte die Gelegenheit und verlegte teilweise eine neue Wasserleitung, um die Trinkwasserversorgung zu verbessern. Es wurden auch einige Hausanschlüsse erneuert.
Nachdem am 01. September 2006 die Fahrbahn durchgehend asphaltiert wurde, stellte die Baufirma Holzner aus Rosenheim den Gehsteig und die einzelnen Straßenabzweigungen und Grundstückseinfahrten fertig (Foto 4).
Zu erwähnen sei auch noch ein Kuriosum: die komplette Konstruktion verläuft genau über den alten gewölbten Erdkeller des ehemaligen Schmied-Anwesens (bzw. Friedl). Er wurde vor den Baumaßnahmen durch interne Stützen und eine große Stahlplatte geschützt und wurde so in die Straßengründung integriert.

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• Ende August 2005 begannen die Bauarbeiten am Lampferdinger Feuerwehrhaus zur Erweiterung um einen Lagerraum und um eine Toilette. Außerdem wurde der bestehende Aufenthaltsraum im Erdgeschoß vergrößert und ein Quergiebel im Dachgeschoß eingebaut.
Nach einem Jahr Arbeit und über 2500 freiwillig geleisteten Arbeitsstunden konnte am Ende des Jahres der An- und Umbau des Lampferdinger Feuerwehrhauses abgeschlossen werden. Zur Segnung durch Pfarrer Schmidt und zur Einweihungsfeier trafen sich alle Beteiligten im Gerätehaus.


 Lesen Sie hier den Bericht über die Erweiterung des Feuerwehrhauses 
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 Alle sonstigen Ereignisse des Jahres 2006 sind unter diesem Link zu finden 
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2007
• Die Nachricht überraschte alle: Ein Investor plante einen "Afrika-Park" auf der ehem. Lampferdinger Raketenstellung. Das Vorhaben ging groß durch die Presse. Aber eine andere Organisation meldete sich auch und machte den Vorschlag, sein eigenes Übungszentrum hier errichten zu wollen: das "Medizinische Katastrophen-Hilfswerk Deutschland e.V.", kurz MHW (ext.).
Der Tuntenhausener Gemeinderat entschied sich schließlich gegen den Afrika-Park und für das MHW.

 Lesen Sie hier einen ausführlichen Bericht zu diesem Thema 
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Im Alter von 72 Jahren verstarb am 04. Juli 2007 nach längerer schwerer Krankheit der Lampferdinger Pfarrer, Geistlicher Rat Manfred Schmidt. Pfarrer Schmidt war 44 Jahre im Priesteramt und über 34 Jahre in der Kuratie Lampferding, mit Dettendorf und Kronau, tätig.
Zur Trauerfeier in der Lampferdinger Kirche Mariä Himmelfahrt mit anschließendem Kirchenzug und Beerdigung kam auch Weihbischof Engelbert Siebler. Er ist Bischofsvikar für die Seelsorgsregion München unseres Erzbistums und Dompropst in München und hielt das Requiem ab. Ebenso reiste Domdekan Prälat Dr. Lorenz Wolf (Gerichtsvikar und Offizial) zur Trauerfeier an. Außerdem kamen zum Totenamt Prälat Peter Neuhauser, der Kommissarische Dekan des Dekanats Bad Aibling, Robert Eisenreich sowie viele Geistliche aus den Nachbarpfarreien und vom Weihekurs von Pfarrer Schmidt.

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Pfarrer Manfred Schmidt starb
72-jährig am 04. Juli 2007.
      
Weihbischof Siebler zog mit Pfarrer Roy
und Prälat Wolf in die Kirche ein.

 Lesen Sie hier den Bericht über das Requiem und die Beerdigung von Pfarrer Schmidt 
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Die Feuerwehr Lampferding feierte ihr 125. Gründungsjubiläum fünf Tage lang, denn vor 125 Jahren, also 1882, gründete sich in Lampferding eine eigene Feuerwehr. Vom 04. bis 06. August 2007 wurde dieses Ereignis gefeiert. Dazu stellte der Verein ein großes Festzelt auf. Hier gab es am Abend des 04. August ein Großereignis für unser Dorf: Das Live-Konzert der österreichischen Rock- und Popband "Erste Allgemeine Verunsicherung" (EAV) mit 2000 Besuchern im Festzelt.

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Beim Feldgottesdienst
am Festsonntag.
      
Klaus Eberhartinger von
der EAV im Einsatz.


 Sehen Sie hier Berichte, Fotos und Fotoserien vom 125-jährigen Gründungsfest 
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 Alle sonstigen Ereignisse des Jahres 2007 sind unter diesem Link zu finden 
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2008
• In Karlsried bei Lampferding schlug an einem Junimorgen kurz vor fünf Uhr ein heftiger Blitz in einen großen alten Kirschbaum im Obstgarten vor dem Dullinger-Anwesen ein. Nur etwa 20 m vom Wohnhaus entfernt. Der Einschlag war so heftig, daß der Baum regelrecht explodierte und selbst große Holzsplitter weit umherflogen. Durch die hohe elektrische Spannung dieses Naturphänomens gingen im Haus und in der benachbarten Werkstatt auch einige elektrische Geräte, wie Telefonanlage und Fernseher, kaputt.



• Am Abend des 22. August zog plötzlich und unerwartet ein starker Sturm mit Hagel über Lampferding und die benachbarten Dörfer hinweg. Die Hagelkörner waren bis zu 3 cm dick und vernichteten binnen Minuten alle Feld- und Gartenpflanzen. Viele Dachplatten fegte der starke Sturm von den Dächern der Gebäude und in den Wäldern und Gärten der Gegend hielten viele Bäume der Naturgewalt nicht stand.

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Bei fast jedem Anwesen im Ort riß
der Sturm Dachplatten davon.
      
Abgeknickt und umgeworfen:
Bäume in einem Privatwald bei Dettendorf.


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2009
Der alte Freinger-Hof neben der Lampferdinger Kirche war am 07.  November Schauplatz von Aus- grabungsarbeiten, die von einem Filmteam des Bayerischen Rundfunks begleitet wurden.
Bei den Renovierungsarbeiten wurde nämlich ein rätselhafter Schacht im Keller entdeckt. Experten vermuteten einen sog. Erdstall hier anzutreffen.
Zu sehen war der Beitrag dann am 12. November in der Sendung "Freizeit" mit Max Schmidt.


 Lesen Sie hier den Bericht über die Ausgrabungs- und Dreharbeiten 
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